Humoralmedizin

Die Humoralmedizin bildet das Herzstück der TEN, der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde, sie ist eine ganzheitliche Medizin-Lehre. Die „Lehre von den vier Elementen und den vier Säften“ gilt in der Schulmedizin als veraltet. Auch wenn einige ihrer Annahmen heute überholt sind, so ist die Humoralmedizin dennoch aktuell. Wieso möchte ich Ihnen hier erklären.

Die Humoralmedizin ist ein Modell (wie auch z.B. ein Atommodell). Die vier Elemente (Wasser, Luft, Feuer und Erde) werden im Körper vertreten von den vier Säften: Phlegma (Wasser), Sanguis (Luft), Gelbe Galle (Feuer) und Schwarze Galle (Erde). Diese Säfte sind bloss als Prinzipien, als Überbegriffe, anzusehen und nicht als stoffliche Säfte wie z.B. Blut oder der Gallensaft in der Gallenblase.

In dieses Modell kann die Therapeutin den Patienten/die Patientin, Symptome, Krankheiten, Heilmittel und so weiter einordnen.

Prisma Natura Naturheilkunde Humoralmedizin

Ausleitende Verfahren

Prisma Natura Naturheilkunde Methode Braunscheidtieren

Baunscheidtieren

Baunscheidtieren ist eine ausleitende Reiztherapie, die die Lymphentgiftung über die Haut fördert. Auf Organzonen angewandt kann die Baunscheidttherapie Organe energetisch beeinflussen. Zusätzlich ist es eine wunderbare Methode zur Entspannung verkrampfter und verspannter Muskulatur.

Mit einem Nadelkopf wird die Haut oberflächlich angestochen oder eher angepiekst. Das ist meist etwas unangenehm, aber selten wirklich schmerzhaft. Es fliesst kein Blut! Danach wird ein reizendes Öl über die entsprechenden Stellen gesprüht. Nach kurzer Zeit wird das Gewebe rot und warm bis heiss und es bildet sich ein Ausschlag ähnlich dem, wenn man in Brennnesseln gefasst hat. Der Ausschlag kann auch stark jucken. Nach ein paar Stunden ist der Ausschlag wieder weg. Oft wird er noch einmal kurz ein bisschen reaktiviert, wenn man warm duscht.

Durch den Reiz werden am entsprechenden Ort die Durchblutung und somit auch der Stoffwechsel, der Abtransport von unbenötigten und die Zufuhr von benötigten Stoffen, stark erhöht. Über Faszien und cutiviszerale Reflexbögen können auch Organe beeinflusst werden.

Klassische Anwendungsgebiete des Baunscheidtierens sind: Gelenksprobleme wie Arthrose und Gicht, Muskelverspannungen und allgemeine Entgiftung.

Nase Rödern

Beim Nase rödern führt die Therapeutin ein Wattestäbchen mit Nasenreflexöl in die Nase ein und berührt dort verschiedene Zonen. Das löst durch die Berührung oft einen Niesreflex aus.

Naserödern kann unter anderem eingesetzt werden zur allgemeinen Entgiftung über die Schleimhaut, bei chronisch verstopfter Nase, bei chronischen Erkältungen oder Nebenhöhlenentzündungen, bei Heuschnupfen, zur Anregung des Immunsystems sowie bei Kopfschmerzen und bei Blasenentzündungen oder Problemen der Beckenorgane (Sexualorgane).

Prisma Natura Naturheilkunde Methode Nase Rödern

Schröpfen

Beim Schröpfen werden Saugglocken aus Glas mit Unterdruck auf die Haut gesetzt. Durch das Schröpfen werden – ähnlich wie beim Baunscheidtieren – lokal die Durchblutung und der Stoffwechselumsatz stark erhöht, Organzonen und Muskelverhärtungen sind so behandelbar.

Klassische Anwendungsgebiete sind das Entgiften, die Anregung und Stärkung verschiedener Organe sowie Muskelverspannungen und Menstruationsbeschwerden oder überlange Zyklen.

Beim blutig Schröpfen wird vor dem Aufsetzen der Saugglocken mit Unterdruck die Haut eingestochen mit einer Lanzette. Das blutige Schröpfen wirkt stärker entgiftend und wird vor allem bei Stauungen, Krampfadern, Besenreisern und Bluthochdruck sowie im Klimakterium (den Wechseljahren), z.B. bei Hitzewallungen, eingesetzt.

Schröpfmassage

Bei der Schröpfmassage fährt man mit gläsernen Saugglocken mit Unterdruck über die Haut. Dadurch lockiert sich das Gewebe und Verklebungen lösen sich. Dies dient dem Lösen von Verspannungen in der Muskulatur, dem Pflegen der Faszien sowie dem Abtransport von abgelagerten Schöpfen. Auch bei Cellulite („Orangenhaut“) hilft die Schröpfmassage, allerdings nur für eine kurze Zeit.

Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie ist eine sehr alte Therapie. Im Laufe der Geschichte hat man auch oft übertrieben, heute werden weniger Blutegel angesetzt als früher.

Der oder die Blutegel werden mithilfe einer Plastikspritze auf die Haut gesetzt, dann warten wir, bis sie zubeissen. Das brennt ein bisschen, ist aber meistens nicht schmerzhaft. Nach 30-90 Minuten lassen die Blutegel wieder los und die Wunde wird verbunden.

Durch die Sekrete, welche der Blutegel in die Wunde spritzt sowie durch die Wunde selbst und die Nachblutung ergibt sich ein stark blutreinigender und entgiftender Effekt.

Blutegel setzt man unter anderem ein bei Krampfadern, sonstigen Venenproblemen, Arthrose, Arthritis, Tinnitus, Wechseljahrbeschwerden, Migräne und Bluthochdruck. Auch bei Hitzewallungen in den Wechseljahren lassen sich gute Erfolge erzielen.

Massage

Die Massage ist eines der ältesten Therapieverfahren überhaupt. Schon Hippokrates formulierte: "Der Arzt muss viele Dinge beherrschen, in jedem Fall aber das Reiben." Die menschliche Berührung hat heilende Wirkung und beruhigt (reiben Sie Ihren Kindern auch den Rücken, wenn sie weinen?).

Ich biete klassische Massage und Funktionsmassage an, gerne auch kombiniert mitanderen Therapiemethoden.

Bei der klassischen Massage werden die Muskeln mithilfe von Streichen, Kneten, Druck, Vibrationen usw. zur Entspannung gebracht. Die Funktionsmassage erreicht Entspannung indem die Therapeutin den Muskel dehnt durch Bewegung.

Bei Verspannung der Muskeln, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Arm- und Beinschmerzen, Stress oder auch zur Verbesserung sportlicher Leistungen ist Massage eine gute Methode..

Phytotherapie

Die Therapie mit Pflanzen kennt wohl jede:r schon aus frühester Kindheit. Fencheltee gegen Blähungen, Salbeibonbons bei Halsschmerzen und ein bitterer Schnaps nach einem fettigen Essen sind weit verbreitet. Und das zu Recht!

Mit Heilpflanzen lassen sich bei den verschiedensten Problemen sehr gute Ergebnisse erreichen, sei dies nun über Aromatherapie (Therapie mit ätherischen Ölen), mit Tees oder Tröpfchen (Tinkturenmischungen), durch Salben mit Pflanzenextrakten, Badezusätzen oder Kapseln und Tabletten.

Spagyrik / Alchemie

Die Spagyrik ist eine spezielle Art von Phytotherapie. Bei der Spagyrik werden Pflanzen (oder andere Stoffe) zuerst vergoren und destilliert, danach wird die Maische verbrannt und wieder mit dem Destillat vereinigt. Durch diesen Prozess werden viele Giftstoffe weg zerstört. So sind spagyrisch zubereitet auch Pflanzen nutzbar, die sonst zu giftig wären, um sie in der Therapie einzusetzen.

Die Spagyrik entspringt der alchemistischen Lehre und ordnet sowohl Organen als auch Krankheiten und Pflanzen Planetenkräfte zu.

Hydrotherapie und Wickel

Die Hydrotherapie ist die Therapie mit Wasser, die in unseren Breitengraden vor allem durch Pfarrer Kneipp sehr bekannt ist.

Klassische Beschwerden, die oft auf Hydrotherapie ansprechen, sind zum Beispiel: Durchblutungsstörungen, Venenprobleme, Kreislaufprobleme, ein schwaches Immunsystem, Verspannungen, Blasenschwäche und wiederholte Blasenentzündungen, Kopfschmerzen und Verspannungen.

Wickel werden oft als Teil der Hydrotherapie angesehen. Auch diese kennen die meisten von uns, seit sie in der Kindheit fiebernd mit Essigsocken oder Wadenwickeln im Bett lagen.

Ob Blasenreizung, verstopfte Nase, Periodenschmerzen oder Einschlafprobleme, der Wickel ist ein einfaches Mittel, das in der Praxis und zu Hause angewandt werden kann.

Viszerale Therapie

Die viszerale Therapie kommt aus der osteopathischen Medizin und besteht darin, die inneren Organe und den Bewegungsapparat im Bezug zu den Organen zu behandeln. Unsere Organe sind durch Bänder im Körper „aufgehängt“ und befestigt, dadurch haben sowohl ihre Funktion als auch ihre emotionale Bedeutung etwas zu tun damit, wie frei sie sich bewegen können. Anfühlen tut sich die Viszerale Therapie wie eine Art Bauchmassage.

Anwendungsgebiete der Viszeralen Therapie sind: die begleitende Behandlung aller möglichen Erkrankungen, Reflux, Menstruationsbeschwerden, Folgen von Operationen (Narben, Verwachsungen), Verstopfung, Blähungen, Inkontinenz und vieles mehr.

Ernährungsberatungen und Darmsanierung

Ernährung ist ein derartiges Trendthema, das die Beschäftigung damit bei manchen Leuten geradezu obsessiv wird. Das soll bei mir in der Praxis nicht so sein. Wichtig ist eine gute, einfach umzusetzende Basisernährung und, dass essen Freude macht und gut tut. Auf dem Weg dahin betreue ich Sie.

Bei Allergien, Unverträglichkeiten/Intoleranzen (Laktose, Histamin, Gluten, Fructose, ...) und Verdauungsproblemen berate ich Sie gerne. Oft ist dann eine Darmsanierung angebracht, diese kann mit pflanzlichen Mitteln und Bakterienpräparaten durchgeführt werden. Meistens macht es Sinn, vorher eine Stuhlprobe einzuschicken, so dass wir wissen, womit wir es zu tun haben.

Eine Dozentin von mir hat einmal gesagt „Ihr gebt Chügeli und Tröpfli, aber essen tun die Leute jeden Tag mehrmals“ Das stimmt, die Ernährung ist die Basis – aber nicht nur, was wir in den Mund schieben, sondern vor allem auch, was die Verdauungsorgane Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse und Leber daraus machen! Du bist nicht, was Du isst. Du bist, was Du verdaust!

Gemüse, Früchte, Pistazien, Brot

Verhütungsberatung

Seit langem befasse ich mich privat mit den verschiedenen Verhütungsmethoden und ihren Vor- und Nachteilen. Sie suchen eine Alternative zur Spirale oder zur Antibaby-Pille? Es gibt durchaus noch andere, sichere und zuverlässige Methoden. Gerne berate ich Sie über natürliche Familienplanung (NFP) sowie verschiedene Barrieremethoden.

Diagnostikmethoden

Pulsdiagnostik

Die Pulsdiagnostik, vor allem bekannt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), gibt Aufschluss über den aktuellen Energiezustand. Sie liefert eine Momentaufnahme.

Zungendiagnostik

Die Zungendiagnostik liefert mittelfristige Informationen. Beurteilt werden Form, Grösse und Belag der Zunge sowie weitere Zeichen. Dies gibt Informationen über den energetischen Zustand der Organe.

Irisdiagnostik (Augendiagnostik)

Die allermeisten Zeichen im Auge bleiben ab früher Kindheit gleich bis ins hohe Alter. Eine Ausnahme sind Pigmenteinlagerungen („Sprenkel“ und „Schleier“) und Zeichen von Augenkrankheiten. Die Irisdiagnostik, die ich mit einer starken Handlichtlupe und Fotos vornehme, gibt Aufschluss über die Konstitution. Darüber, wozu jemand tendiert / was passieren könnte, wenn etwas nicht gut läuft. Es sind keine Prognosen möglich, was passieren wird, und es sind auch keine akuten Erkrankungen ersichtlich im Auge.

Links

Im Raum von Nathalie Viert, Naturheilpraktikerin, bin ich eingemietet. www.naturheilpraxis-viert.ch 

Montag und Donnerstag arbeite ich im Paramed Ambulatorium www.paramed.ch

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