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Produkte von BitterLiebe

Von den Menschen von BitterLiebe wurde ich angemailt, ob ich ihre Produkte testen und darüber bloggen mag. Das tue ich hiermit gerne! Es floss kein Geld und es gab keine Vorgaben, was ich schreiben soll. Die Tropfen und der Tee wurden mir gratis zur Verfügung gestellt und ebenso die Bilder. Vielen Dank dafür.

Über die Wirkung von bitter und Bitterstoffe im Allgemeinen habe ich im Artikel “Bist Du verbittert? Gut so!” schon ausführlich geschrieben.

Meine fachliche Meinung


Die BitterLiebe-Tropfen

Mir gefällt sehr gut, dass ein Teil der Kräuter alkoholisch ausgezogen wurde (was auch fettlösliche Inhaltsstoffe löst) und dann nochmal oder erstmals mit Wasser (was wiederum andere Inhaltsstoffe gut löst). Zitat von der Homepage:

Alkoholischer Kräuterauszug (55%): Alkohol, Enzianwurzel, Tausendgüldenkraut, Wermut, Artischocke, Pomeranze, Ingwer, Kardamom, Curcuma, Löwenzahnwurzel, Schafgarbe, Fenchel, Schwarzkümmel, Lavendelblüten

Wässriger Kräuterauszug (45 %): Wasser, Enzianwurzel, Tausendgüldenkraut, Wermut, Artischocke, Pomeranze, Ingwer, Kardamom, Curcuma, Löwenzahnwurzel, Schafgarbe, Angelikawurzel, Zitwer, Fenchel, Schwarzkümmel, Lavendelblüten

Bitterliebe Tee

Der Tee von BitterLiebe

Beim Tee stört mich als Heilpraktikerin, dass er so fein geschnitten ist. Den Bitterstoffen macht das nichts, aber für ätherische Öle (z.B. im Lavendel oder in der Pomeranze) ist das nicht ideal. Je grossblättriger, desto länger haltbar und desto höher die Wirkstoffkonzentration. Über die Vergrösserung der Oberfläche durch Kleinschneiden gehen Wirkstoffe verloren, die flüchtig sind. Ebenso sind alle Wirkstoffe vermehrt Sauerstoff ausgesetzt.

Wenn man den Tee schon klein schneidet, dann könnte man ihn meiner Ansicht nach auch gleich in Beutel packen, das ist praktischer.

Wirksamkeit

Bitterstoffe insgesamt finde ich wichtig und setze ich oft ein, ich kann die propagierten Wirkungen wie Unterstützung der Verdauung, akute Hilfe bei Süssgelüsten oder auch die Wirkung gegen Energiemangel oft beobachten. Mehr zur Wirkung von Bitterstoffen im entsprechenden Blogbeitrag.

Persönliche Meinung zu den BitterLiebe-Produkten

Die Tropfen von BitterLiebe kommen in einer praktischen, hübsch designten Flasche. Schmecken tun Sie ungefähr wie Schwedenbitter, für die von Euch, die das kennen. Mir sind sie (wie Schwedenbitter) etwas zu seifig im Geschmack. Ich habe noch nicht herausgefunden, was genau den seifigen Geschmack hervorruft, habe aber den Enzian im Verdacht.

Ich finde schade, dass die Tropfen nicht aus Bio Inhaltsstoffen bestehen. Da sie wohl nicht als Arzneimittel zugelassen sind, sondern als Nahrungsergänzungsmittel besteht keine Pflicht zu Pharmakopöe-Qualität, da wäre bio schon schön. Auch die Begründung in der FAQ empfinde ich nicht als überzeugend.

„Wir verzichten auf Bio-Zertifizierte Inhaltsstoffe. Der Hersteller unserer BitterLiebe arbeitet mit qualifizierten Lieferanten der Rohstoffe zusammen. Diese werden alle auf Pestizide und Schwermetalle überprüft. So erhaltet Ihr ein Produkt von exzellenter Qualität. Auch in der Bio-Landwirtschaft gibt es eine Liste zugelassener Pflanzenschutzmittel, welche benutzt werden dürfen. So darf etwa Kupfer benutzt werden um einen Pilzbefall bei Pflanzen vorzubeugen.
In vielen Fällen ist das Bio-Siegel auch einfach nur ein Marketinginstrument.
Bio ist nicht gleich Bio. Ein Bio-Rohstoff muss nicht aus Deutschland oder der EU kommen. Komm ein Rohstoff zum Beispiel aus dem Ausland hat er nicht automatisch die selbe Bio-Qualität wie er Sie in Deutschland oder der EU hätte. Das liegt daran, dass die Richtlinien für Bio-Produkte in anderen Ländern nicht so streng angesehen werden wie Sie es in Deutschland/EU getan werden.

Wir wollen BIO-Zertifizierung nicht schlecht reden, wir sehen nur keine Notwendigkeit darin, diese bei unseren Produkten einzuführen. Das wäre mit enormen, zusätzlichen Kosten verbunden, die sich auch auf den Preis auswirken würde.“

 

Zur Firma

Generell finde ich die Informationen auf der Homepage etwas flapsig aufbereitet und oft etwas zu kurz gegriffen. Wie beim Thema bio, wird bei der Seite „Über Bitterstoffe“ das Thema der Ablehnung eher oberflächlich gestreift.

„ Die erste Reaktion bei der Einnahme von Bitterstoffen ist Ablehnung.
Doch warum ist das so?
Bitterstoffe sind durch die industrielle Herstellung von Nahrungsmitteln weitgehend aus unserer Ernährung verschwunden.”

Das ist wahr. Es hat allerdings nicht nur mit der industriellen Herstellung zu tun. Wir haben daheim Chicoree-Salat in Milchwasser eingelegt, damit er nicht mehr so bitter ist. Und auch Züchtungen gab es schon vor der Industrialisierung.

Zudem lehnt der Mensch bitter als erstes ab, weil viele Gifte bitter sind (z.B. Blausäure in Bittermandeln). Und genau deswegen wirkt bitter auch: weil es eine Abwehrreaktion im Körper auslöst.

Fazit

Ein tolles Produkt zu einem guten Preis. Es gibt einiges, was ich persönlich anders machen würde. Das ist vielleicht „der Preis“ davon, dass die Menschen bei BitterLiebe eher ein Lifestyle-Produkt produzieren und vermarkten als ein Arzneimittel. Nimmt man Bitterstoffe primär zur Prävention und zum Wohlfühlen ein, sind die Produkte sicher zu empfehlen.

Posted in Heilpflanzen

Nina Vöhringer View posts by Nina Vöhringer

Ich bin dipl. Naturheilpraktikerin TEN hfnh mit eigener Praxis in Baar (ZG), Schweiz. Ich biete Massagen, Therapie mit Naturheilmitteln (pflanzliche Mittel, Spagyrik, ...) und ausleitende Verfahren sowie Verhütungsberatung.

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